
WER IST WIR? Abbildung von postmigrantischen Identitäten in der österreichischen Kultur und Gesellschaft
Podiumsdiskussion zum Nationalfeiertag | Matinee
MI, 26. Oktober 2011, 11 Uhr
GARAGE X | Theater Petersplatz, Petersplatz 1, 1010 Wien
Die Bruchlinien in unserer Gesellschaft verlaufen entlang der Konstrukte der Wirs und Ihrs. Wer die Definitionsmacht hat, entscheidet auch, wer zu uns gehört und wer zu den anderen. Gefüllt werden diese Wirs & Ihrs mit Mythen, und rassistischen Pauschalisierungen. Das Denken in den Schablonen von Nationalität und Herkunft werden zu prägenden Leitlinien von Politik und Medien, die die Bilder erzeugen und/oder reproduzieren, die dann von den Massen (bereitwillig) geglaubt und/oder (begeistert) reproduziert werden. Der interkulturelle Diskurs schafft es selten sich von diesen Schablonen zu emanzipieren, führt sich oft selbst entlang ethnisch-nationaler Fragestellungen zu neuen Mythen. In einer postmigrantischen Gesellschaft ist es aber u.U. sehr wohl möglich, genau diese und jene Mythen als das zu entlarven, was sie sind, nämlich Scheindiskurse, die davor bewahren, sich unbequem mit neuen Konstruktionen einer durch Diversität geprägten Migrationsgesellschaft auseinander zu setzen, in der Nationalität und Herkunft zu sekundären Unbedeutsamkeit verkommen.
Mit Ednan Aslan (islamischer Religionspädagoge), Georg Kraft-Kinz (Generaldirektor der RLb NÖ-Wien, Vorstand im Verein Wirtschaft für Integration), Olivera Stajić (Redaktionsleiterin dastandard.at), Sabine Strasser (Kultur- und Sozialanthropologin), Erol Yıldız (Migrationsforscher) | Moderation: Hikmet Kayahan

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