UNFUN
nach Matias Faldbakken | Eine Produktion von GARAGE X | Österreichische Erstaufführung
Jugendschutz! Aufgrund pornographischer Inhalte und Darstellung von Gewaltakten erst ab 18 Jahren freigegeben!
FR, 28. Oktober 2011, 20 Uhr | danach DJ Fatih Aydoğdu
SA, 29. Oktober 2011, 20 Uhr | danach Publikumsgespräch
GARAGE X | Theater Petersplatz, Petersplatz 1, 1010 Wien

"Unfun" ist der abschließende Teil der Trilogie "Skandinavische Misanthropie" des norwegischen Schriftstellers und Künstlers Matias Faldbakken. Der Dramaturgie der Vergewaltigungs-/Rache- B-Movies der 70er Jahre folgend, stellt Faldbakken zwei Charaktere in den Mittelpunkt, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Lucy, Anarchistin mit afrikanischen und skandinavischen Wurzeln und ihren Ex-Mann Slaktus, einen brutalen Misanthropen und Gewaltintellektuellen. Gemeinsam mit ihren Zwillingssöhnen ist die einstige Familie in Slaktus’ neuestes Projekt eingebunden: der Entwicklung des Online-Slasher-Games "Deathbox".

Das Spiel stellt den kongolesischen Straßenarbeiter Mbo in den Mittelpunkt, der sich - mit einer Steinsäge bewaffnet - durch das westliche und globalisierte Paris kämpft und schlitzt, was ihm vor die Füße kommt. Beeinflusst von Joseph Conrads „Heart of Darkness“ und diversen Horror-Schockern früherer Jahrzehnte, terrorisiert Slaktus nun sein gesamtes Umfeld, um das Projekt voranzutreiben. "Unfun" erzählt vom schmerzhaften Zerfall der Familie und einem Leben abseits von jeglichen Moralvorstellungen und zeichnet so Bilder von einer Gesellschaft, in der Realität und Illusion, Sex und Liebe, Individualität und Massenkonsum nicht mehr zu unterscheiden sind.

"Es darf viel gelacht werden an diesem Abend, aber zum Schluss kehrt doch noch Stille ein..." – Falter
mit Julia Jelinek, Dennis Cubic, Khaled Sharaf El Din, Arthur Werner und David Wurawa, als Gast: Christian Dolezal | Inszenierung: Ali M. Abdullah | Bühne: Christoph Ernst | Kostüme: Renato Uz | Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf | Regieassistenz: Agnes Maria Kitzler | Regiehospitanz: Magdalena Rampler

| nach oben | Startseite | Kommentar | Drucken |