NO MAN’S LAND

Fotos: daskunst

 

Frei nach dem Film von Danis Tanović – Okt. 2006 – Dschungel Wien

 

Mit: Valentin Alfery, Patrick Bongola, Orçun Çubukçu, Oktay Güneş, Ulrike Hübl, Ivana Nikoliċ, Bernhard Mrak, Susanne Rietz, Erdoğan Yildiz, Eri Bakali | Regie: Aslı Kışlal | Produktion: Carolin Vikoler | Musik: Uwe Felchle | Video: Djana Ćovič | Bühne: Bernhard Mrak | Licht: Joe Albrecht | Ton: Michael Winkler | gefördert von Wien Kultur, AK Wien, Bezirk Wien Meidling

 

Basierend auf einem Film von Danis Tanović, der es schafft, die Absurdität von Krieg auf den Punkt zu bringen.

Unparteiisch und schonungslos werden alle Beteiligten gleichermaßen kritisiert. Ein Stück über die Absurdität des Krieges: Serben und Bosnier kämpfen um ein Stück Land. Die UNO versucht hilflos einzugreifen – oder doch nicht…

Erst die Drohung einer Reporterin, Millionen ZuschauerInnen zu informieren, lässt die Blauhelme wieder in den Schützengraben zurückkehren, wo ohnehin niemand das wirkliche Problem lösen kann. Der Grund des Krieges ist auf ein Kinderspiel reduziert: Die anderen sind böse und: Ihr habt doch angefangen! Gewinner des “Spectrum Award 2007″. Die Felder sind vermint und der Feind schläft nicht: Schutzlos sind die Bosnier dem Kugelhagel ausgesetzt. Nur Ciki kann sich angeschossen in einen verlassenen Schützengraben zwischen den Fronten – das No Man’s Land – retten. Dort trifft er kurz darauf auf zwei serbische Soldaten, die auf Erkundungsmission geschickt wurden, um die toten Bosnier zu verminen. Nach einem kurzen Schusswechsel bleiben genau drei Männer im Graben lebend übrig: Der angeschossene Ciki, der serbische Soldat Nino und der Bosnier Cera, eine vermeintliche Leiche auf einer Springmine liegend.

Cera will von der Mine weg, aber jede zu hektische Bewegung würde den sichern Tod aller Beteiligter bedeuten. Doch zu zweit schaffen Ciki und Nino das nicht – das Misstrauen ist zu groß. Es beginnt ein Kampf um Überleben, Überlegenheit und Kriegsschuld, den keiner der drei Soldaten für sich entscheiden kann. In “No Man´s Land” wird eine Extremsituation vorgeführt, in der nicht nur die Absurdität des Mordens im ehemaligen Jugoslawien kulminiert, sondern eines jeden Krieges.

 

“[…] Das Bühnenspiel erzählt über einen Krieg zwischen Bosniern und Serben. Und über die Absurdität dieses Krieges, den das Schauspiel gekonnt auf die Schippe nimmt. […]”
(Schüler-Standard, 07.11.06)

“[…] And the Winner is … deftiges, naturalistisches Theater: “No Man´s Land” gewann den ersten “Best Of(f) Austria Preis”. Die multikulturelle Gruppe daskunst aus Wien darf sich über einen pfiffigen “Award” und auf ein Gastspiel in der nbv freuen. […]”
(Kronen Zeitung / Kärnten, 21.05.07)

“[…] “No Man´s Land” der Theatergruppe daskunst heimste schließlich bei allgemein hoher Wertung und damit Publikums-Akzeptanz den mit 5.000 Euro dotierten Preis ein. […]”
(Kleine Zeitung, 21.05.07)

“[…] Dennoch ist daskunst zurecht beim Best-Of(f)-Reigen des “Spectrum”: Die multikulturelle Wiener Gruppe punktet mit einem leidenschaftlichen Anti-Kriegs-Stück. […]”
(Kronen Zeitung / Kärnten, 15.05.07)