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November 24, 2011 - 01:16 AM
Carolin
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„Subjektive Nachtkritik“ zur Podiumsdiskussion „MigrantInnen spielen auf den Sprechbühnen keine Rolle“:
Was für ein Verstandes-öffnender Abend – schade, dass einige ihn verpasst haben, schön, dass viele dabei waren: Es ist möglich die Machtverhältnisse umzukehren! Es war eine Stimmung im Raum, der einen Druck auf die angebliche Normalität, die Norm und den Mainstream aufgebaut hat. Es hat schon damit angefangen, dass Menschen in Machtpositionen (Hubertus Petroll, Leiter vom Max Reinhardt Seminar und Thomas Birkmeir, Intendant Theater der Jugend) aus einer defensiven Position heraus aufgezählt haben, wie viele MigrantInnen (ob 3. oder 7. Generation wollen wir jetzt mal nicht hinterfragen) sie nicht beschäftigen. Gleichzeitig waren mit den SchauspielerInnen David Wurawa, Leila Abdullah und Zeynep Buyrac, dem Regisseur und Autor Nurkan Erpulat und der Theaterwissenschaftlerin Azadeh Sharifi selbstbewusste MacherInnen auf der Bühne, die sich nicht unterkriegen lassen vom institutionalisierten Rassismus. Nurkan Erpulat formulierte auf die Forderung: Wir/Ihr müsst euch drum kümmern, dass wir alle und die Wirklichkeit auf den Bühnen vorkommen! Azadeh Sharifi sprach vom Druck, der auch durch kulturpolitische Vorgaben entstehen muss, damit sich strukturell etwas am institutionalisierten Rassismus ändert und sprach sich für ein kluges Quotensystem aus in Kombination natürlich mit starken Persönlichkeiten, die beweisen, dass sie auch die Richtigen für die Machtpositionen in den Institutionen sind. Es darf nicht passieren, dass der Kunst- und Kulturbetrieb den gesellschaftlichen Faschismus mitspielt – im Gegenteil: diese Institutionen oder das Theater könnten auch eine Vorreiterrolle übernehmen! Und danke an Thomas Birkmeir für sein letztes Statement von wegen: dass er viel dazu gelernt hat und noch nie soweit gedacht hat in dieser Thematik.
Diese Stimmung im Raum mitzuerleben war wunderschön – danke an alle auf dem Podium und im Publikum.
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November 18, 2011 - 10:13 PM
Carolin
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Eigentlich sollte die Frage nicht lauten, ob Wien einen postmigrantischen Kulturraum braucht, sondern: was ist nötig, dass das Burgtheater in 5 Jahren ein postmigrantischer Kulturraum ist, da es doch die "Nationalbühne" unserer postmigrantischen Gesellschaft ist - und im Idealfall ist die Repräsentation der postmigrantischen Gesellschaft derweil im Volkstheater schon längst Tagesgeschäft. Im ORF, den wir alle zahlen, sowieso...
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June 16, 2011 - 08:27 AM
topoke
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insel X ist bombeee! mädels und jungs ihr seid ein wahnsinn!!! asli und crew - habt toll gearbeitet!!! peace bald!
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